Urvater Freud

Sigmund Freud (6.5.1856 - 23.9.1939) gilt als Begründer der Psychoanalyse als psychotherapeutisches Verfahren sowie als Erklärungsmodell für gestörtes und normales Seelenleben. Freuds Bedeutung liegt darin, dass er seelischen Vorgängen die zentrale Rolle zuschrieb und das Unbewusste in seine Forschung mit einbezog. Erstmal sprach er von der Psychoanalyse im Jahr 1896, als er sich auf die Behandlung von der an Hysterie leidenden Berta Pappenheimer durch Josef Breuer bezog, mit dem er im Vorjahr gemeinsam die "Studien über Hysterie" veröffentlicht hatte. Mit der bald darauf entwickelten Traumdeutung, die mit freien Assoziationen arbeitet und in der Freud den Weg zum Verständnis des Unterbewusstseins sah, legte der Tiefenpsychologe im Jahre 1900 ein epochales Werk vor. Auch das "Drei-Instanzen-Modell", welches die Psyche in das Es, Ich und Über-Ich unterteilt, wurde von Freud im Laufe seiner Forschungen entwickelt. Bis heute gilt Sigmund Freud als einer der meist diskutierten Wissenschaftler der Welt, dessen Einflüsse auf die Entwicklung der Psychotherapie, Psychologie, Medizin, Philosophie und Anthropologie als unbestritten gelten.